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Donnerstag, 8. August 2013

Kittehs' Day

Irgendwie gibt es ja für alles mögliche einen eigenen Welttag.
Für Kinder. Frauen. Bier. Den Wald. Das Wasser.

Als ich etwas planlos bei Gizmodo herumstöberte, wurde ich auf den heutigen "Tag der / des / XYZ" aufmerksam:

Heute ist Welttag der Katzen.
Oha!

Was liegt also näher, zum Welttag der Katze auch ein paar Katzenfotos zu zeigen?
Nichts?
Na also....:
Von oben links: Carlo chillt | Katzenpfote | Lisbeth chillt auch | Findus (Bro von meinen beiden) chillt im Zalando-Karton | ohne Worte | That's Catnip

Die Katze sei mit euch - oder so, die =°.^=

Sonntag, 4. August 2013

It was a time to shine: Nature One 2013 Impressionen

In der Einsamkeit des Hunsrücks gelegen befindet sich die Raktenbasis Pydna.
Zu Zeiten des kalten Krieges als Standort für Atom-Raketen benutzt, verfiel das großflächige Areal für viele Jahre in einen Schneewittchenschlaf.

1996 dann fand dann eine ungeahnte Wandlung statt: Von einem Ort potenziell kriegerischer Auseinandersetzungen hin zu einem Ort des Friedens und der vielfältigen Spielarten der elektronischen Musik.

Der Nature One.

Die ich dieses Jahr besuchte: 23 Floors, über 300 DJs und über geschätzt 50.000 64.000 (Rekord!) ausgelassen feiernde Menschen jeden Alters. Hochsommerliche Temperaturen auch in der Nacht trugen auch ihren Anteil zu dem Spektakel bei.

Mein Fazit: Absolut geniale Location; top Licht- und Lasershow die schon fast als Kunst durchgeht; mein erlebter Top-Act war Felix Kröcher, der die Massen in dem Zelt wahrhaftig zum Kochen brachte; mein persönlicher Flop war hingegen der OAF, auf dem in aller Frühe seltsames Chartgedudel versehen mit Technobeats gespielt wurde. Trotzdem war es einfach grandios und ich werde mich im nächsten Jahr zum 20. Geburtstag der Nature One wohl wieder auf den Weg zur Pydna machen.
Von oben links: Blick vom Bunker | Open Air Floor (OAF) | auf dem Weg | Einlass | Lichtshow OAF | dito | Blick aus einer Bunkerröhre | Karten *yay* | Wachturm | Outift | Blick auf einen Teil des Geländes | Clubs in und auf einem der Bunker

Von oben links: Bungee Jumping | OAF | Missile Monument am Eingang | Immer noch militärisches Gelände | Blick vom Bunker | Kunst im Bunker | kunstvolle Lasershow | OAF | lachender Eiswagen | In der Bunkerröhre | OAF | OAF

Montag, 1. Juli 2013

Review: "Mach dieses Buch fertig"

Es gibt Dinge, die macht man einfach nicht.
Wie zum Beispiel ein Buch mutwillig zu misshandeln.
Ja richtig, ein Buch.

Ich würde mich - trotz meines ausgeprägten nerdigen Charakters - doch als sehr bibliophil bezeichnen. Das resultiert in meinem Falle in Regalmetern von Büchern; gerne in der Hardcover-Variante. Bücher sollen dabei aber durchaus zeigen dürfen, dass sie oft und gerne in die Hand und an die unterschiedlichsten Orten (mit-) genommen worden sind. Manchmal sind Eselsohren zu finden. Vielleicht auch mal den einen oder anderen Fleck. Auf andere Bücher hingegen habe ich besonders Acht gegeben. Insgesamt würde ich mal sagen, dass ich ein ganz gesundes Verhältnis zu solcherlei Druckwerken habe.

Was ich aber bislang noch nicht gemacht habe: Ein Buch mutwillig zerstört. Ja, vielleicht mal eines in die Ecke geschmissen, aber so richtig kaputt gemacht? Zerrissen? Bekleckst? Mit Messern traktiert?
Definitiv nein!

Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, welches genau DAS von dessen Besitzer abverlangt:

Keri Smith: "Mach dieses Buch fertig", Kunstmann Verlag
Das gezeigte Exemplar ist noch jungfräulich. Meine Schwester soll es bekommen. Sie ist, was ihre Bücher angeht, sehr pingelig. Ich würde es mich niemals wagen, z. B. eines ihrer Taschenbücher so umzuknicken, damit ich es besser mit einer Hand halten kann. Never. Das gibt mächtig Ärger. ;-) Umso gespannter bin ich, ob und was sie aus den verschiedenen Aufgaben macht.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, mal einen Blick in das Buch zu werfen: Von den Doppelseiten ist immer nur eine mit je ganz unterschiedlichen konkreten Aufgaben oder Inspirationen bedruckt. Beispielsweise wird auf einer Seite gefordert, dass das Buch mit unter die Dusche genommen wird, der Buchrücken soll gebrochen werden (-> Klassiker), es soll mit ungewöhnlichen Materialien experimentiert werden, eine Seite soll mit bösen Worten gefüllt werden, eine andere wird kompostiert (und dann wieder eingeklebt - lecker), und so weiter. Die Aufgaben sind unterschiedlich gestellt - es gibt sowohl sehr konkrete Anweisungen ("Bohre mit einem Bleistift Löcher in diese Seite") als auch sehr offene Anregungen ("Diese Seite ist dem inneren Monolog gewidmet")*

Es kann also nicht nur als Blitzableiter für aufgestaute Aggressionen dienen, sondern es sollen durchaus auch positive Kreativitätsanfälle ("Diese Seite ist eine Metapher") provoziert werden. Es wird also nicht langweilig. Wenn das Buch alle Aggressions- und Kreativitätsanfälle einigermaßen überstanden hat, soll es in einem letzten Schritt zugeklebt an sich selbst zurück geschickt werden. Da bekommt es durch den Transport einen letzten Feinschliff und man selbst (s)ein Unikat. Außerdem: wer bekommt nicht gerne Päckchen ;-) . Eines mehr, worauf man sich dann freuen kann.

(Vorläufiges) Fazit: Bekloppt, irre, krank, dafür noch Geld auszugeben. Auf den ersten Blick ein klassischer Fall von "Aus Schei** Geld machen". Aber ich glaube, dass es wirklich Spaß machen kann und vielleicht sogar einen kleinen therapeutischen Aspekt beinhaltet. Beispielsweise wenn man mal wieder mit dem linken Fuß aufgestanden ist, der Tag total blöd verlaufen ist, die Katze in den Flur gekotzt hat oder sonstwas passiert ist, was einem keine Ruhe lässt. Ich glaube, ich probiere es auch mal aus. Für Meditation und Co. bin ich nämlich einfach zu hibbelig ;-) .

* Die mit Anführungszeichen versehenen Aufgabenbeschreibungen wurden aus dem besprochenen Buch zitiert.

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