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Freitag, 30. August 2013

{Dissertation} Same ol' same ol'

So schnell ist wieder Freitag - es ist also Zeit, Revue passieren zu lassen, was dissertationstechnisch in der letzten Woche so los gewesen ist.

Kurz: nicht sonderlich viel bzw. nicht sonderlich viel Neues.

Warum?
Ich habe im Moment noch immer die Deadline für das Call of Paper vor Augen und habe nach wie vor das Ziel, bei dieser einen Konferenz zwei Papiere einzureichen. Ich habe in den letzten Tagen neben dem üblichen Tagesgeschäft fleissig an einem der beiden Paper geschrieben. Mit diesem werde ich in der nächsten Woche hoffentlich so weit fertig sein, dass nur noch kleine Korrekturen gemacht werden müssen. Es fehlt noch die Darstellung einer praktischen Anwendung des beschriebenen Modells, was aber kein Problem ist :) .

Was das zweite Paper betrifft, so ist dieses thematisch näher an meinem Dissertationsthema dran. Hier existiert momentan nicht mehr als die Idee im Kopf und ein paar Notizen. Ich werde hierzu in den nächsten Tagen mal ein paar mehr Notizen sowie eine Struktur erstellen um eine erste Version des Papers anfertigen. Ich werde dann mehr berichten können, wenn ich mich damit mal en detail auseinandergesetzt habe. Der dazu geplante Blogpost wird hoffentlich mehr Inhalt haben, da ich das Paper von Grund auf neu aufsetzen muss und ich dann über das Prozedere "Von der Idee bis zum Paper" berichten kann (das ist leider bei dem aktuellen Paper nicht möglich).

Ich wünsche einen guten Start ins Wochenende, die =°.^=

Freitag, 23. August 2013

{Dissertation} Publikationen

Meine Blogposts zum Thema "Dissertation" sind in letzter Zeit ein wenig mager ausgefallen. Die schönen und leichten Dinge hatten hier irgendwie Vorrang. Das heißt aber nicht, dass ich die letzten drei Monate nicht gearbeitet hätte ;-) .

Mir liegt es zwar fern, eine wöchentliche "Blog-Routine" einzuführen, jedoch möchte ich ab heute den Freitag regemäßig (wöchentlich? vierzehntägig?) dazu nutzen, von der Arbeit an der Diss im Allgemeinen und den kleinen Fortschritten im Speziellen zu berichten. Das kommt auch dem ursprünglichen Gedanken des "Projekttagebuchs" in Blogform wieder sehr nahe - ist also auch von Nutzen für mich selbst.

Was ist also seit Ende Mai so alles passiert?

Positiv: Eine >20-seitige Ausarbeitung wurde nach knapp über einem Jahr intensiver Arbeit endlich angenommen und wird in einem internationalen Journal publiziert. An dieser Ausarbeitung habe ich nicht alleine geschrieben, sondern es sind daran noch zwei weitere Doktoranden beteiligt gewesen. Die Idee zu diesem Paper ist im Rahmen gemeinsamer Diskussionen entstanden - gerade wenn versucht wird, wie auch hier unterschiedliche Disziplinenen (z. B. Informatik und Wirtschaft, Informatik und Recht, Informatik und Didaktik,...) zusammen zu bringen - findet sich immer mal die eine oder andere Lücke. Umso besser, wenn eine Schnittstelle gefunden wird, von der dann beide Seiten profitieren. Frustrierend bei diesem Paper war es, dass es schon seit Ende des vergangenen Jahres fertiggestellt ist und die Veröffentlichung einfach nicht funktionieren wollte. Das ist in diesem Fall darin begründet gewesen, dass wir die Ausarbeitung in einem Journal veröffentlichen wollten, das zwar die beteiligten Disziplinen beinhaltet, sich aber dann doch mehr auf die Nicht-Informatik fokussierte. Ergebnis: Das Paper wurde mit der Begründung abgelehnt, dass es thematisch nicht passe.

In diesem Falle haben wir bei dem Verlag freundlich nachgefragt, ob sie uns denn ein alternatives Journal nennen könnten, das dem Inhalt mehr entsprechen könnte. Die Alternative wurde uns also genannt, wir hatten dann nochmal etwas Arbeit (Format anpassen) und unsere Ausarbeitung wurde endlich angenommen. Was uns natürlich riesig gefreut hatte, denn Publikationen sind verdammt wichtig.

Warum sind Veröffentlichungen so wichtig? 

Sie dokumentieren gewissermaßen den Forschungsprozess; das Ergebnis der (eigenen) Forschung wird ja dann am Ende in Form der Dissertationsschrift festgehalten. Bei mir ist es so, dass ich meine initiale Idee ja schon auf einer Konferenz vorstellen konnte und diese im Konferenzband veröffentlicht wurde. Das, was ich in meinem Exposé beschrieben habe und was ich jetzt durch Evaluierungen verfeinere, hat mit der ersten Publikation recht wenig zu tun. Wichtig ist aber in dem Fall, dass die Berührungspunkte sichtbar sind. Mein Schaffungsprozess wird so also sichtbar.

Da ich mich ja auf meinen Lorbeeren (bisherige Veröffentlichungen) nicht ausruhen sollte, nutze ich die Ruhe der vorlesungsfreien Zeit dafür, weitere Paper vorzubereiten. Diese werde ich dann bei einer Konferenz einreichen,  die für mein Themengebiet von Bedeutung ist. Ich drücke mir mal selbst ganz fest die Daumen, dass eines oder sogar beide angenommen werden. ;-)

Ich wünsche einen schönen Start ins Wochenende, die =°.^=

Mittwoch, 29. Mai 2013

{Dissertation} Wie ich mein Thema gefunden habe

Die Suche nach einem Promotionsthema gestaltet sich sehr unterschiedlich. In manchen Professuren wird quasi ein Forschungsthema vorgegeben, in anderen hingegen wird erwartet, dass sich der Doktorand in spe eigene Gedanken dazu macht. Sind dazu noch Unternehmen involviert, so spielen auch noch dessen Interessen eine nicht unbedeutende Rolle, etc. Wie sich schon erahnen lässt, ist die Frage nicht pauschal zu beantworten.

Jedem Dissertationsthema ist aber gleich, dass es einen angemessenen Umfang (umfangreich, aber nicht zu sehr - man will ja auch mal fertig werden) haben sollte und dass man sich selbst darüber im Klaren sein sollte, dass man die nächsten x Jahre nur an diesen einem Thema arbeiten wird. Also sollte es zu einem gewissen Teil auch Spaß machen. Zumindest am Anfang. Es versteht sich von selbst, dass einen auch das absolute Lieblingsthema irgendwann mal total annervt, weil es drumherum nichts mehr anderes gibt. Nur sollte dieser Zustand ("Angenervt") nicht ewig dauern.

Ich hatte, was mein Thema betrifft, großes Glück: Im Rahmen meiner Master-Arbeit habe ich mir eine Systematik überlegt, wie ich das gestellte Problem angehen könnte. Hierbei habe ich - sehr zu Überraschung meines Betreuers - auf einen Ansatz einer anderen Disziplin zurück gegriffen und so recht interdisziplinär gearbeitet. Ich sollte in der (damals) geplanten Dissertation erst nur ganz grob in dieser Richtung weiterarbeiten. In einigen Gesprächen kristallisierte sich aber heraus, was aus dieser kleinen - nebenläufig entstandenen Idee - eventuell entwickelt werden könnte. Nachdem ich meinen (damals im Vergleich noch unausgegorenen) Ansatz Ende des vergangenen Jahres auf einer internationalen Konferenz vorgestellt habe und ich dann das Thema einige Wochen ruhen ließ, machte ich mich daran, offiziell in den Doktorandenstatus aufgenommen zu werden.

Die Situation wird vielleicht der eine oder andere von euch kennen: man beschäftigt sich sehr intensiv mit etwas und irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ich wusste im Prinzip, was mein Ziel war, aber ich konnte es noch nicht kanalisieren bzw. in Form eines gescheiten Exposés konkretisieren. Das war bitter, aber es zeigte mir, dass mir eben noch nicht alles so klar war, wie es mir schien. Nachdem das Exposé die oben angesprochenen paar Wochen ruhte, machte ich mich mit neuem Elan an die Arbeit. Und was passierte? Die Ideen sprudelten geradezu; das ganze Exposé wurde absolut in sich stimmig. Mein Betreuer war begeistert, ich auch :-) .

Also entschloss ich mich, die erforderlichen Unterlagen inklusive des Exposés beim entsprechenden Ausschuss einzureichen. Nach einigen Tagen wurde ich darüber informiert, dass meinem Antrag stattgegeben wurde. Ab diesem Zeitpunkt bin ich also in den Doktorandenstatus eingetreten. Mit der Akkreditierung gibt es eine gewisse Rechtssicherheit - d.h., sollte aus welchen Gründen auch immer der Betreuer wechseln, so dürfte ich demnach mein Thema weiterhin bearbeiten. Zwar kann man kein Thema "reservieren", aber es besteht so auch eine gewisse Sicherheit darüber, dass man selbst zu einem Zeitpunkt X schon mit einem Thema begonnen hat. Die Anfechtbarkeit wird also geringer. Eine absolute Sicherheit, dass das eigene Thema nicht "geklaut" wird, gibt es aber nicht!

Mittwoch, 15. Mai 2013

{Dissertation} Motivation und der erste Schritt

Wie schon in meinem ersten mit dem Tag "Dissertation" versehenen Blogpost vom 30. April angekündigt, möchte ich auch gerne den bisherigen (und zukünftigen) Verlauf meines Promotionsprojekts zum Thema dieses Blogs machen.

Bei der Konsultation einschlägiger Internetseiten drängt sich förmlich der Eindruck auf, dass schon recht früh während des Studiums die Weichen in Richtung Promotion gestellt werden sollten. Das bedeutet in der Regel, sich auf eine Stelle als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft (ugs. "Hiwi") zu bewerben. Das wiederum bedeutet, dass man für sich schon recht früh feststellen sollte, ob eine wissenschaftliche Laufbahn nach dem Studium überhaupt in Frage kommt.

So liest man es häufiger mal und es ist sicherlich nicht falsch. Aber ich möchte ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und auch denjenigen vielleicht sogar etwas Mut machen, die sich lange Zeit wenige / keine / die falschen Gedanken zum Thema "Was nach dem Studium machen?" gemacht haben. :-)

Jedenfalls ist es bei mir noch nicht einmal ansatzweise so verlaufen: Zunächst begann ich während meines Master-Studiums festzustellen, dass mir die Themen einer bestimmten Professur sehr gefielen und mir großen Spaß machten. Der logische nächste Schritt ist für mich gewesen, bei genau dieser Professur auch meine Master-Abschlussarbeit zu verfassen. Erst an diesem Punkt machte sich ein leises Gefühl in mir bemerkbar, dass mich das Thema "Promotion" zu reizen begann. Zur Erinnerung: Das ist während meines letzten Master-Semesters gewesen ;-) . Aber warum wollte ich das überhaupt? Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter gelten in der Regel als unsicher, unterbezahlt und stressig. Klingt also nicht besonders spaßig. Natürlich kann man sich auch selbst finanzieren oder ein Stipendium erhalten. Aber da fehlt meiner Meinung nach das, was das "Tagesgeschäft" so an Vorteilen mit sich bringt. Zum Beispiel den Austausch mit anderen Mitgliedern der Professur oder anderer Professuren.
Zurück zu dem, was mich persönlich motivierte: Ich hatte aber für mich irgendwie das Gefühl, dass ich da noch mehr aus mir rauskitzeln kann. Die Master-Arbeit machte mir schon Spaß. Aber noch mehr aus dem eigenen Kopf herauskitzeln zu können; wissenschaftlich kreativ sein zu dürfen; vielleicht etwas ganz kleines Neues erschaffen zu dürfen. Etwas, was andere so noch nicht betrachtet haben. Vielleicht ein winziges Delta zur Wissenschaftswelt beizutragen. Das machte es für mich aus.

Jetzt folgte das, was viele (so meine Erfahrung mit Kommilitonen) leider vergessen, wenn sie dem Kindesalter entwachsen sind: Wünsche müssen kommuniziert werden. Sonst hagelt es Enttäuschungen. Als Kind schreibt man eben Wunschzettel. An das Christkind. Oder die Eltern.

Was das mit dem promotionswilligen Studierenden zu tun hat? Der Wunsch nach einer Promotion sollte an den entsprechenden Professor herangetragen werden. Dieser kann ja ansonsten noch nichts von seinem "Glück" wissen. Daher sollte ein Gesprächstermin vereinbart und dieser "Wunsch" erst einmal kommuniziert werden! Erschreckenderweise bekamen genau das einige meiner Kommilitonen nicht hin.Weil sie (O-Ton) Angst hatten (Wovor?) oder weil sie nicht nerven wollten (???).

Wie dem auch sei, sprach ich meinen Wunsch, bei genau dieser Professur promovieren zu wollen, in der Anfangsphase meiner Master-Arbeit an. Anfangs kam die Aussage, dass man trotz meiner Noten bei dieser Professur erst einmal die Entwicklung meiner Master-Arbeit abwarten wolle. Kann ich verstehen. Aber ich bleib hartnäckig und fragte immer wieder mal nach. An dieser Stelle sollte bitte nicht Hartnäckigkeit mit Penetranz verwechselt werden ;-) . Das schreckt nämlich eher ab. Als sich meine Master-Arbeit allmählich der Endphase zuneigte, war es auf einmal umgekehrt: Mein Betreuer kam auch mich zu und fragte mich, ob noch Interesse an der Promotion bestünde...es wäre eine entsprechende Stelle in seiner Forschungsgruppe absehbar... *yay*.

Ich habe mich natürlich megamäßig gefreut. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, mich auch in der freien Wirtschaft zu bewerben. Gleichzeitig hatte ich ein super Jobangebot meines Wunscharbeitgebers erhalten. Ehrlich gesagt fiel es mir so richtig schwer, dieses Angebot dann abzusagen. Vielleicht nach meiner Promotion....wer weiß :-) .

Sicherlich hätte ich auch erst dieses superduper Angebot annehmen und in paar Jahren promovieren können, aber ich glaube, dass ich mich dann nicht mehr so schnell für den Schritt zurück an die Uni entschieden hätte.

Ausblick: Im nächsten Blogpost zum Thema "Dissertation" möchte ich darüber berichten, wie ich zu meinem Promotionsthema kam und offiziell als Doktorandin akkreditiert wurde. Weil: Man wird in der Regel wissenschaftlicher Mitarbeiter, weil man eine Promotion anstrebt. Aber - abhängig von der Promotionsordnung - müssen einige Schritte getan werden, die euch dann auch offiziell zum Doktoranden machen und euch so auch Rechtssicherheit verschaffen.



Dienstag, 30. April 2013

Projekt: Dissertation

Ich habe ja zunächst mit dem Gedanken gespielt, einen Blog zu führen, der ausschließlich mein Dissertationsprojekt fokussiert. Dann habe ich diese Idee aus unterschiedlichen Gründen wieder verworfen. Dann machte ich aus Spaß an der Freude und als eine Art "kreatives Hobby" diesen Schokoladenkatze-Blog auf, der sich primär den leichten / schönen / angenehmen Dingen des Lebens widmen sollte. Sowas wie Schuhe. Oder Schokolade. Oder kranken Nerdkram.

Der ernste / logisch denkende / "wissenschaftliche" Bestandteil meiner Persönlichkeit sollte zunächst nicht zum Ausdruck kommen. Dann habe ich aber für mich festgestellt, dass ich das nicht einfach abstellen kann...und auch nicht möchte. Stylenerd lässt grüssen...das eine (*eeeek* - "Die Schuhe haben sogar Schnurbarthaare!!!!") muss das andere ("...ich habe mir da eine Architektur mit verteilten Entitäten überlegt, die...") eben nicht ausschließen.

Aus diesem Grund führe ich heute eine zusätzliche Seite - das Projekt: Dissertation - ein, welche ausschließlich meine geistigen Ergüsse zum Thema "Leben und Leiden einer jungen Doktorandin" zu Inhalt haben soll. Die künftigen Blogposts dienen zum einen mir selbst als "Tagebuch"; auch als Motivation für mich für die Zukunft, denn die Dissertationsdepression kommt unverhofft oft ;-) . Zum andere hoffe ich, dass die eine oder andere beschrieben Phase dem einen oder anderen Leser auch etwas Verständnis für die eigene Situation verschafft und vielleicht sogar ein klitzekleines bisschen motiviert.

Außerdem: Geteiltes Leid ist bekanntermaßen halbes Leid.

Stay tuned :-)

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